Zusammenfassung#
Erst der Online-Reiseanbieter Lastminute, dann die Online-Apotheke DocMorris: Innerhalb eines Monats haben gleich zwei börsenkotierte Firmen in der Schweiz grössere Stellenstreichungen mit KI begründet. Bei Lastminute soll im Zuge einer Reorganisation rund ein Viertel der etwa 1600 Stellen wegfallen, bei DocMorris gruppenweit rund 100 Vollzeitstellen. Michael Siegenthaler, Leiter des Forschungsbereichs Schweizer Arbeitsmarkt am KOF Institut, beobachtet seit 2024 einen Trend: Vor allem bei gewissen IT-Berufen und stark sprachbasierten Rollen hat sich der Stellenmarkt wegen KI verschlechtert, und es werden weniger Einstiegspositionen ausgeschrieben. Gleichzeitig ist unklar, ob sich die erhofften Produktivitätsgewinne im Arbeitsalltag tatsächlich realisieren lassen.
Meine Zitate#
Zu den real messbaren Effekten der KI-Investitionen:
«Bei den meisten Firmen zahlen sich die KI-Investitionen noch nicht messbar aus.»
Bei Stellenabbau-Ankündigungen lohnt sich ein genauer Blick darauf, ob konkrete Funktionen genannt werden. Viele Firmen, die “KI-bedingte” Entlassungen ankündigen, haben gar keine ausgereifte KI im Einsatz, die diese Rollen tatsächlich ersetzen würde. In einigen Fällen dienen solche Ankündigungen also primär dazu, Investorinnen und Investoren zu erfreuen.
Denn eine KI-Botschaft
«klingt besser als das Eingeständnis, dass das Geschäft schwächelt.»
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