Zusammenfassung#
Bei der 10. Ausgabe der FRANKFURT FUTURE TALKS, einer Partnerveranstaltung von Wirtschaftsinitiative, F.A.Z. und Momentum im Massif Central, diskutierten Dr. Sarah Jourdan (Genow.ai), Romano Roth (Zühlke) und Prof. Dr. Peter Buxmann (TU Darmstadt) über Agentic AI. Moderiert von Daniel Schleidt (F.A.Z.) ging es um die Fragen: Wo beginnt der Hype, was ist Realität und wie entsteht Wert?
Meine Zitate#
Zum Hype und zur Frage, wohin die Investitionen fliessen:
«Es wird massiv investiert. Doch 90 Prozent der Investments gehen in Tools und Lizenzen, nur zehn Prozent in die Menschen. Vorsprung entsteht nicht durch immer mehr Agenten, sondern durch die richtige Architektur und gezielte Steuerung von Intelligenz. Man muss die Prozesse und die Organisation neu denken.»
Zu den Kosten und der schwer einzuschätzenden Preispolitik der Modellanbieter:
«Es wird Business-Cases geben, die sich in Zukunft nicht mehr rechnen.»
Zur Frage, ob KI Jobs gefährdet:
«Während Corona wurde viel eingestellt, jetzt sehen wir eine Korrektur. Die Effizienzsteigerung durch KI muss da teilweise als Begründung herhalten, obwohl es noch keinen Personalabbau im grösseren Stil wegen KI gegeben hat.»
«Aber die KI wird den Menschen unterstützen, nicht ersetzen.»
Zur Produktivitätssteigerung und zur Organisation der Zukunft:
«Wir sind derzeit noch in funktionalen Organisationen, in Silos unterwegs. In Zukunft werden wir wertstromorientierte Organisationen sehen, die von Agenten unterstützt werden. Die KI arbeitet, der Mensch entscheidet. Die Modelle sind die Infrastruktur. Wie wir sie einsetzen, da liegt die ‚Magic’.»
Zum kulturellen Wandel:
«Wir müssen ein Unlearning und Relearning durchführen. Das ist ein echter kultureller Wandel.»
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Foto: Kirsten Bucher / Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain
