# NZZ: KI-Kompetenz wird karriererelevant

> Zitiert in der NZZ am Sonntag zur Frage, wie Unternehmen AI-Fluency prüfen, und zu den drei Fragen, mit denen ich sie teste

- Date: 2026-09-06
- Source: https://romanoroth.com/de/publications/nzz-ki-fluency-ubs/
- Tags: KI, AI-Fluency, Kompetenzen, KI-Adoption, Führung


## Zusammenfassung

Ein sauber formulierter Prompt und ein paar Kurszertifikate reichen vielen Unternehmen nicht mehr. Sie fordern AI-Fluency, einen souveränen Umgang mit künstlicher Intelligenz. Bei der UBS ist das nach Recherchen der NZZ am Sonntag karriererelevant geworden: KI-Kompetenzen spielen bei Einstellungen, Beförderungen und bei der Bezahlung eine Rolle. Stefan Seiler, Mitglied der Geschäftsleitung und oberster Personalchef der Gruppe, formuliert es vorsichtiger: «KI-Kompetenzen und praktische Erfahrungen sind ein wichtiger Faktor für den zukünftigen beruflichen Erfolg.» Die Bank schaltet jedem Mitarbeitenden wöchentlich eine «AI power hour» im Kalender frei und misst die Nutzung der Tools auf aggregierter Ebene.

Dahinter steht die schwierigere Frage: Wie misst man eine Fähigkeit, für die es noch keine Lehrpläne gibt? Marc Beierschoder, KI-Partner bei Deloitte Schweiz, hält weder die Zahl der Log-ins noch die Menge der Prompts für aussagekräftig. Solche Kennzahlen verleiten zu «KI-Theater». Ein UBS-Mitarbeiter erzählt der Zeitung, er logge sich abends kurz bei Copilot ein, damit sein Score nicht abfällt. Miriam Dachsel von Accenture Schweiz verweist auf die Lücke zwischen den Erwartungen der Führungskräfte und dem, was in den Geschäftszahlen sichtbar wird: Lizenzen erleichtern den Büroalltag, die grösseren Effizienzgewinne kommen erst mit angepassten Prozessen und Schulungen.

Der Artikel zitiert zudem eine Anthropic-Auswertung von 9830 Claude-Dialogen (Anthropic Education Report: The AI Fluency Index). Nur 30 Prozent der Nutzer steckten die Zusammenarbeit vorab explizit ab, etwa mit der Aufforderung, die eigenen Annahmen zu hinterfragen. Nur 15,8 Prozent hinterfragten die Logik der Maschine. Fakten wurden noch seltener überprüft.

## Meine Zitate

KI-Gewandtheit beginnt für mich nicht bei der Software, sondern beim Reflexionsvermögen. Ich prüfe das in Gesprächen mit drei Fragen, die einfach klingen.

> «Welche Aufgaben erledigen Sie heute anders als vor sechs Monaten, und wie überprüfen Sie das Ergebnis?»

Die Antwort zeigt sofort, ob jemand die eigene Arbeitsweise reflektiert und weiterentwickelt.

> «Wo setzen Sie KI bewusst nicht ein und warum?»

Wer keine Grenzen benennen kann, hat auch keine. Fluency zeigt sich im bewussten Verzicht und im Verständnis für die Schwachstellen und Halluzinationen der Sprachmodelle.

Bei erfahrenen Fachkräften lenke ich den Blick vom Einzelnen auf das System:

> «Was haben Sie gebaut, das andere heute weiterverwenden?»

Diese letzte Frage trennt persönliche Produktivität von dem, was der Organisation bleibt. Bei Zühlke schauen wir darauf, ob Mitarbeitende ihre KI-Workflows erfolgreich auf ihr Team übertragen.

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**[Den vollständigen Artikel auf NZZ lesen](https://www.nzz.ch/wirtschaft/ki-kompetenz-wird-immer-wichtiger-bei-der-ubs-haengt-sogar-die-karriere-davon-ab-ld.10018898)**

