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Digitale Realität 2031: Orientierung für Schweizer Unternehmen
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Digitale Realität 2031: Orientierung für Schweizer Unternehmen

Autor
Romano Roth
Ich bin überzeugt: Der nächste Wettbewerbsvorteil ist nicht AI selbst, sondern die Organisation drumherum. Als Group Chief AI Officer bei Zühlke arbeite ich mit C-Level-Führungskräften daran, Unternehmen zu bauen, die wahrnehmen, entscheiden und sich kontinuierlich anpassen. Seit über 20 Jahren mache ich diese Überzeugung zur Praxis.
Frag die KI über diesen Artikel

Wie sieht die digitale Realität Schweizer Unternehmen im Jahr 2031 aus? Mit dieser Frage startete am 7. September 2026 in Baden PROMODOS DIGITAL, ein Dialograum des Hightech Zentrum Aargau. Rund 20 Personen aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Politik treffen sich dort zwei- bis dreimal pro Jahr. Ich bin einer von ihnen. Aus der ersten Runde ist dieses Whitepaper entstanden. Es richtet sich an Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen.

Was sich verändert
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Die Diskussion zeichnete ein optimistisches Bild. KI wird zur Grundinfrastruktur wie Strom, und der Vorsprung entsteht dort, wo ein Unternehmen KI mit seinem eigenen Wissen verbindet. Kunden erwarten auch im B2B-Geschäft mehr Leistung in kürzerer Zeit, ohne höhere Preise zu akzeptieren. Softwareentwicklung verschiebt sich vom Programmieren zum Spezifizieren. Roadmaps werden kürzer, und Führungskräfte brauchen genug Technologieverständnis, um selbst entscheiden zu können.

Das Papier hält auch die Zweifel fest. Nicht jede KI ist ein Sprachmodell, und ob die aktuellen Milliardeninvestitionen die erwarteten Renditen bringen, ist offen. Abhängigkeiten von Cloud, Modellen und Energie bleiben. Vollständige digitale Autarkie hielt die Runde für unrealistisch. Wichtig ist, die Abhängigkeiten zu kennen und Anbieter bei Bedarf wechseln zu können.

Vier Prioritäten für die nächsten Monate
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  1. KI-Kompetenz auf allen Ebenen aufbauen. Investitions-, Chancen- und Risikoentscheide lassen sich nicht delegieren. Wer sie trifft, muss verstehen, was KI kann und wo ihre Grenzen liegen.
  2. Zeit zum Ausprobieren geben. Im Tagesgeschäft fehlt sie, und unter Druck bleiben Mitarbeitende bei den alten Abläufen. Dazu gehören klare Regeln, welche Werkzeuge und welche Daten erlaubt sind und wie Ergebnisse geprüft werden.
  3. Die eigene Datengrundlage prüfen, bevor Geld in KI-Projekte fliesst. Es geht um die Daten, die eine konkrete Aufgabe braucht, nicht um möglichst viele.
  4. Ein Risikoaudit zu Datensouveränität und Cybersicherheit durchführen, inklusive einer geübten Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff.

Wo die Schweiz Chancen hat
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Die Schweiz muss nicht mit den grossen Technologiekonzernen aus den USA und China konkurrieren. Das Papier sieht ihre Chancen bei Physical AI und Robotik, gestützt auf den Maschinen- und Präzisionsgerätebau, bei Edge AI und lokalen Modellen sowie in einer technologieoffenen Politik, die Regulierung auf das Notwendige beschränkt.


Whitepaper beim Hightech Zentrum Aargau herunterladen

Herausgegeben vom Hightech Zentrum Aargau. Aufbereitung: Bernhard Isenschmid, Dr. Anke Sanz-Velasco, Dr. Ecaterina Puricel und Dr. Maja Mattle-Greminger.