Die Chefs der grossen AI-Labs warnen öffentlich vor ihren eigenen Modellen und fordern, das Tempo zu drosseln. Wochen später kommt trotzdem ein Release nach dem anderen. In Folge 10 von Prompt & Proper fragen Steffen Ochsenreither von der Post und ich, was hinter dieser Angstmache steckt. Unsere Antwort: Das Risiko liegt weniger in superintelligenten Modellen als in Agenten, denen wir zu viele Rechte gegeben haben.
Der Preis pro Token fällt seit Monaten. Die Rechnung steigt trotzdem. In Folge 9 von Prompt & Proper vergleichen Steffen Ochsenreither von der Post und ich, was wir in unseren Organisationen sehen, und auf beiden Seiten zeigt sich dasselbe Muster: Je mehr wir agentisch entwickeln, desto schneller wächst der Verbrauch, und zwar schneller, als die Modellpreise sinken.
Eine Dark Factory ist eine Fabrik, in der man das Licht ausschalten kann, weil niemand mehr auf dem Boden steht. In China werden so bereits Handys gebaut. In Folge 8 von Prompt & Proper nehmen Steffen Ochsenreither von der Post und ich das Konzept und legen es auf die Softwareentwicklung: Ziel rein, fertige Software raus, kein Mensch dazwischen.
Wir haben in diesem Podcast schon viel über Technik geredet und über die Auswirkungen von KI. In Folge 7 von Prompt & Proper nehmen Steffen Ochsenreither von der Post und ich uns die Transformation selbst vor. Also nicht, was KI in einem Unternehmen macht, sondern wie man ein Unternehmen auf KI ausrichtet.
Als Chief AI Officer soll ich eine KI-Strategie aufsetzen, und schon bei der Überschrift wird es zäh. AI-First, AI-Native, AI-Enabled, AI-Ready, AI-Shaped, AI-Augmented. In Folge 6 von Prompt & Proper gehen Steffen Ochsenreither von der Post und ich die Begriffe durch und landen an einer anderen Stelle, als die Frage vermuten lässt.
Ein Proof of Concept ist heute schnell gebaut, und genau darin liegt das Problem. Klassisch blieben rund 70 Prozent aller PoCs in der PoC-Phase stecken. Mit KI liegt die Quote nach den Studien, die Steffen verfolgt, jenseits von 90 Prozent.
Die CEOs der grossen KI-Firmen werden nicht müde zu behaupten, KI werde bis zu 40 Prozent aller Jobs vernichten. Die Schlagzeile wirkt. Steffen wird von Schulabgängern gefragt, ob sich ein Tech-Studium überhaupt noch lohnt, und eine deutsche Hochschule hat inzwischen davon abgeraten, Computer Science zu studieren.
Wenn über KI und Jobs geredet wird, geht es fast immer um Entwickler. Der grössere Teil der Arbeitswelt sitzt aber woanders, in Büros, in HR, im Marketing, in der Verwaltung.
Auf LinkedIn lese ich immer wieder, Agentic Coding mache Teams um den Faktor 10 produktiver. Das ist gutes Marketing. Mit dem, was wir in Projekten messen, hat es wenig zu tun.
Viele KI-Projekte scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern schon vorher, an einem Denkfehler: der Jagd nach dem einen grossen Use Case, dem Leuchtturm-Projekt.
Das ist der Start meines neuen Podcasts Prompt & Proper, den ich zusammen mit Steffen Ochsenreither von der Post mache. Alle zwei Wochen, auf Deutsch, praxisnah und ohne Marketing-Sprech. In Folge 1 nehmen wir den „Riesen-Use-Case-Irrtum" auseinander: warum das Management-Signal „wir machen jetzt KI" so oft im Nichts endet und was ein guter erster Use Case wirklich braucht.
Ich war zu Gast bei Lisa Stähli im Hello 50:50 World Podcast, der Show mit der Mission, Tech menschlicher zu machen, für ein Gespräch darüber, was tatsächlich passiert, wenn Software-Teams KI in ihre Arbeitsweise integrieren. Wir sprachen darüber, wie KI Software Engineering, DevOps und agile Arbeitsweisen verändert, wo die eigentlichen Engpässe sitzen, welchen menschlichen Preis mehr Tempo hat und warum die Organisation, die man rund um die Technologie baut, darüber entscheidet, ob KI hilft oder schadet.
Ich war zu Gast im adorsys Tapas & Pretzels Podcast, im Gespräch mit den Co-Hosts Tim und David, ebenfalls Chief AI Officer, über die Frage, die sich jede Führungskraft gerade stellt: Wie bringt man KI von isolierten Experimenten zu einer unternehmensweiten Fähigkeit? Wir sprachen über Token-Ökonomie, über das, was die Rolle des Chief AI Officer wirklich verlangt, warum Capability wichtiger ist als Tools, über die Vertrauenslücke, die Governance schliessen soll, und darüber, warum die meisten Unternehmen kaputte Prozesse beschleunigen, statt sie neu zu denken.